Ur­teil: Das Breit­band kann nun kom­men

Der ju­ris­ti­sche Streit um den vom Kreis in Auf­trag ge­ge­be­nen Glas­fa­ser-Aus­bau in sie­ben un­ter­ver­sorg­ten Ge­mein­den ist be­en­det.

BIT­BURG-PRÜM | (uhe) Für die Men­schen in Biers­dorf, Bur­bach, Ober­wei­ler, Nei­den­bach, Neu­hei­len­bach, Wiers­dorf so­wie dem Wi­ß­manns­dor­fer Orts­teil Koos­büsch sind das gu­te Nach­rich­ten: Mehr als zwei Jah­re nach­dem der Auf­trag an die Deut­sche Te­le­kom ver­ge­ben wur­de, kann die­se nun end­lich mit dem Glas­fa­ser­aus­bau in die­sen sie­ben Ge­mein­den los­le­gen. Ge­plant ist, je­den Haus­halt und je­des Un­ter­neh­men mit ei­nem ei­ge­nen Glas­fa­ser­an­schluss zu ver­sor­gen. Die Lei­tun­gen wer­den al­so bis in je­des Ge­bäu­de ge­zo­gen.

Dass zwi­schen der Auf­trags­ver­ga­be und dem nun be­vor­ste­hen­den Aus­bau ein der­art lan­ger Zeit­raum liegt, hängt da­mit zu­sam­men, dass das Un­ter­neh­men Ei­fel-net ge­gen die­se Auf­trags­ver­ga­be ge­klagt hat­te. Der In­ter­net­pro­vi­der aus Eus­kir­chen, der in den sie­ben Ge­mein­den mit ei­nem ei­ge­nen An­ge­bot ver­tre­ten ist, hat­te dar­in ei­ne Wett­be­werbs­ver­zer­rung ge­se­hen. So wird der mit 4,3 Mil­lio­nen Eu­ro ver­an­schlag­te Breit­band-Aus­bau durch die Te­le­kom über den Bund und das Land zu 90 Pro­zent ge­för­dert. Die rest­li­chen zehn Pro­zent trägt der Kreis.

So­wohl die Rich­ter des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier als auch die des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ko­blenz wa­ren je­doch an­de­rer Auf­fas­sung und ent­schie­den in bei­den In­stan­zen im Sin­ne des Ei­fel­krei­ses. Zwar dür­fe der Aus­bau nur dann mit För­der­gel­dern be­zu­schusst wer­den wenn das vor­han­de­ne An­ge­bot zu schlecht sei, stell­ten die Rich­ter klar, doch sei ge­nau das in den sie­ben Ge­mein­den der­zeit der Fall. Die ma­ß­geb­li­che Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts in die­ser An­ge­le­gen­heit war be­reits En­de Ju­li ver­kün­det wor­den, (der TV be­rich­te­te), doch hät­te Ei­fel-net noch die Mög­lich­keit ge­habt, in­ner­halb ei­nes Mo­nats Be­schwer­de ge­gen die­ses Ur­teil ein­zu­le­gen, um so ge­ge­be­nen­falls ei­ne Be­ru­fung vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zu er­wir­ken. Die­se Frist ist nun ab­ge­lau­fen, wo­mit laut Kreis­ver­wal­tung das Ur­teil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts de­fi­ni­tiv rechts­kräf­tig ist.

Laut Ver­wal­tung wer­de nun im nächs­ten Schritt die kon­kre­te Aus­bau­pla­nung sei­tens der Te­le­kom er­stellt, be­vor dann die Ar­bei­ten star­ten.